Millennium Park Produktivquartier

Inhaltliche und städtebauliche Grundlagen

Die politische Grundsatzentscheidung der Marktgemeinde Lustenau schafft die Basis für eine abgestimmte Weiterentwicklung des Millennium Park in Richtung Süden auf einer Fläche von ca. 23.000 m2 und sichert damit auch dessen Zukunftsfähigkeit. Grundlage für die Verkaufsentscheidung an die Investorengesellschaften unter Führung der PRISMA Unternehmensgruppe waren konzeptionelle und städtebauliche Überlegungen, die in einer städtebaulichen Studie von DI Helmut Kuëss sowie einem Nutzungskonzept "Millennium Park – Transformation vom Betriebsgebiet zum Produktivquartier" gemündet sind.

Transformation zum Produktivquartier

Der Millennium Park wird als Produktivquartier zu einem Betriebsgebiet der nächsten Generation weiterentwickelt: Ein Produktivquartier vereint Arbeiten, Wohnen und Leben und verzahnt damit industrielle Produktion und urbanen Raum. Als multifunktionales Betriebs- und Wohngebiet sichert es den Produktions- und Industriestandort und bietet gleichzeitig einen nachhaltigen Ansatz der Gemeindeentwicklung von Lustenau.

Der Millennium Park übernimmt mit diesen Entwicklungsbausteinen in Zukunft auch Infrastruktur- und Service-Funktionen für das "Betriebsgebiet Heitere" in Lustenau. Gleichzeitig rückt er an die Dornbirner Straße und wird am Ortseingang von Lustenau ein architektonisches Landmark setzen, das die bestehenden Hochpunkte (S.I.E., AMEDIA Hotel, BE Architekten) komplettiert.

Ziel der Konzeption als Produktivquartier ist es, dass der Millennium Park mit einem innovativen und zukunftsweisenden Mix aus Gewerbe/Betrieben, Wohnen, Dienstleistungen, Handel, Gastronomie und Bildungsangeboten auch in Zukunft als Vorzeigeprojekt wahrgenommen wird und entsprechende Sogkräfte entwickelt. Eine zeitgemäße Fortschreibung fokussiert neben den Notwendigkeiten der Unternehmen auch die Bedürfnisse der Mitarbeiter_innen und der Bürger_innen von Lustenau. Nachhaltigkeit und die stärkere Integration von Lebens- und Arbeitsräumen sind wichtige Kernthemen für die Zukunft.

In der Konzeption wurden folgende Entwicklungsbausteine ausgearbeitet und räumlich verortet:

  • Technologie, Innovation und Wirtschaftsdienstleistungen
  • Bildung, Forschung, Labor
  • "Marktplatz" und ergänzende Angebote
  • Thematisch abgestimmte Wohnformen
  • Mischung aus Handels- und Serviceangeboten

Regionale Projektpartner mit internationalem Netzwerk

Die PRISMA Unternehmensgruppe wird die Konzeption, Entwicklung, Umsetzung und das Standortmanagement verantworten. Geplant ist eine phasenweise Umsetzung des Konzepts mit einem Betrachtungszeitraum bis zur Fertigstellung des Gesamtareals von ca. 10 bis 15 Jahren. In diesem Zeitraum sollen im Millennium Park Entwicklungsmöglichkeiten für ca. 40 bis 60 Unternehmen (inkl. EPU) und damit verbunden ca. 300 bis 450 Arbeitsplätze entstehen.

Die Entwicklung geht weiter: Masterplan-Sprint läutet Umsetzungsstart ein

Die Projektentwicklung des Millennium Park Produktivquartier gewinnt an Fahrt: Die PRISMA Unternehmensgruppe organisiert Ende Januar 2023 einen Masterplan-Sprint und setzt zum Projektstart ein Zeichen für Agilität und Innovation. Für den einwöchigen Sprint (23.01. bis 27.01.2023), der vor Ort im Millennium Park RHEINTAL in Lustenau stattfindet, konnten mit Karres en Brands (Hilversum, Niederlande) und Cukrowicz Nachbaur (Bregenz, Österreich) zwei renommierte Studios gewonnen werden. Komplementäre Expertisen in den Bereichen Städtebau, Architektur und Freiraum. Weitere Expert_innen in den Bereichen Raumplanung, Energie/Klima, Urbane Produktion und Mobilität bringen sich in den Prozess ein. Am 24. Jänner 2023 findet ein Werkstattgespräch im Competence Center RHEINTAL im Millennium Park statt.

Was ein Masterplan-Sprint ist 

Nach umfassenden Detailabklärungen auf Landes- und Gemeindeebene, startet die Projektentwicklung mit dem Masterplan-Sprint in das Jahr 2023. Ziel: eine praxisorientierte Planung, welche die Alleinstellung des Millennium Park in den Bereichen Produktion, Industrie und High Tech aus-baut sowie Expert_innen und Schlüsselpartner_innen integriert. So entstehen Leitlinien in den Bereichen Städtebau/Architektur/Freiraum, Raumplanung, Energie/Klima, Urbane Produktion und Mobilität – die Basis für Vermarktung, Ansiedlung und kooperative Standortentwicklung. Mit dem Format wird die u.a. von Google Ventures bekannte Innovationsmethode Design Sprint von der Produkt- auf die Standortentwicklung übertragen: ein zeitlich begrenzter Workshop mit künftigen Nut-zer_innen und Expert_innen, um Problemstellungen und Entwicklungen zu bearbeiten, Lösungen und Ideen zu skizzieren, zu prototypisieren und zu testen.

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Wir sind Ihnen jederzeit gerne behilflich.

DI (FH) Christian Dosch

Projektentwicklung